Lesung mit Arno Surminski

 

Erfolgsautor Arno Surminski begeisterte Fans im Ilsetal

 

Der Saal der „Alten Post“ in Esperde füllte sich am Freitagabend schneller, als zusätzliche Tische und Stühle herbeigeholt werden konnten. Mit dem Hamburger Buchautor Arno Surminski hatte die Kulturinitiative Ilsetal einen Gast eingeladen, der ein unerwartet großes und altersmäßig gemischtes Publikum ins Ilsetal lockte. Das Hauptthema seiner Bücher: Ostpreußen. Nach den jüngsten Diskussionen um den Bund der Vertriebenen und ihre umstrittenen Präsidentin Erika Steinbach auch für Einheimische aktuell, wie angeregte Gespräche vor der Lesung zeigten. Surminski reiht sich nicht ein in die Schar der ewig Gestrigen. Ihm geht es nicht um Besitzansprüche, sondern er will mit der Erinnerung an das Land seiner glücklichen Kindertage zur Versöhnung und zum besseren Verständnis der Generationen und der Menschen hier und dort beitragen.

 

Die Schar seiner Fans, von denen einige im Saal schon auf seinen Spuren durch Ostpreußen gereist sind, erwartete aus dem Buch „Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland“ zu hören, das autobiografisch das Leben des Jungen Hermann Stepputat erzählt. So auch Gisela Schramm und ihre Söhne Holger und Torsten, die durch Surminskis Bücher und die Reisen in dessen Heimat Freunde in einem Land gefunden haben, zu dem sie vorher keinerlei Bezug hatten. „Für mich war das auch Anlass mich mit der jüngeren Geschichte auseinander zusetzen.“, erzählte Torsten Schramm. Sein Bruder Holger, der 2007 eine Gruppenreise mit 35 Fans nach „Jokehnen“ organisiert hatte, übergab dem Autor Steine, die aus dem Garten von Surminskis Elternhaus stammten.

 

Auch wenn alle Erzählungen aus Ostpreußen erwartenden, der Autor las an diesem Abend von blühenden Oleanderblüten in San Diego. Die Zuhörer hatten auch daran großes Vergnügen. Arno Surminski fesselte sein Publikum mit sonorer Stimme und der liebevollen Beschreibungen der Granddame Amanda von Fegesack, die mit dem Medizinstudenten Konrad Eisbrenner als Begleitung in dem Roman „Amanda oder ein amerikanischer Frühling“ kreuz und quer durch die USA reist. Zum Abschluss gab es ein besonderes Bonbon. „Die masurische Eisenbahnreise und andere heitere Geschichten“ heißt das neueste Buch von Arno Surminski, das erst in einigen Wochen erscheint. Hieraus gab es, mit der Geschichte von Oma Annas Reise nach Berlin, dann doch noch ein kleines Stückchen Ostpreußen für die Fans, bevor der Abend mit einer angeregten Gesprächsrunde über Reiseerlebnisse und Fragen an Arno Surminski ausklang.

 

Fotos vom Literaturabend der Kulturinitiative Ilsetal mit Arno Surminski:

 

 

 

 

 

 

 

 

smaller
original
bigger

Allersheimer

 

Stadtwerke_Weserbergland