14.07.2012 Fotowettbewerb

Emmerthal zeigt sich von seinen schönsten Seiten

Emmerthal (mo). „Tor in eine andere Zeit“, „Winter in Latferde an der Weser“ oder „Blick vom Ohrberg“ – dies sind nur einige der Bildtitel von gut 300 eingereichten Fotografien zum Emmerthaler Fotowettbewerb. Alleen, mal im verschneiten Winter, mal im goldenen Herbst aufgenommen, das Schloss Hämelschenburg aus diversen Perspektiven, vor dem AKW weidende Schafe und immer wieder die Weser mit den verschiedensten Ansichten: Das Emmerthaler Gemeindegebiet liefert eine mannigfaltige Auswahl wunderschöner Motive. Die meisten werden diese Motive sicher einmal gesehen haben, aber wohl eher nicht aus dem Blickwinkel eines Fotografen. Und wahrlich selten ist ein Foto, auf dem im Emmerthaler Bahnhof ein ICE-Triebzug hält. Ein schweres Los für die Jury um die Fotografen Matthias Waldeck und Sabine Zorn sowie Friedrich Wilhelm Sander (Vorsitzender Verkehrsverein), Olaf Manser (Sparkasse Weserbergland und Bürgermeister Andreas Grossmann, die Sieger zu ermitteln.

„Es war schwierig. Da waren einige schöne Sachen dabei“, sagt Sabine Zorn vom Fotoshop in Kirchohsen. „Wir haben ein wenig gemischt.“ Der touristische Aspekt stellte einen Schwerpunkt der Jury, zusammen mit Waldeck ging sie aber auch auf das Fotografische ein: der Blickwinkel, eine perfekte Belichtung, die Schärfe, der Gesamteindruck.

Für Dirk Borchers aus Hajen haben sich einige Minuten Verweildauer an seinem Arbeitsplatz nach Dienstschluss gelohnt. Sein Foto „Feierabend an der Grohnder Fähre“ hat die Jury überzeugt und ihm den mit 200 Euro dotierten ersten Platz des Wettbewerbs gebracht. „Das Foto ist im letzten Winter entstanden. Die Sonne war gerade untergegangen und die Lichter aus den Häusern in Grohnde strahlten schon herüber. Da dachte ich: Das passt genau, und habe schnell das Stativ aufgebaut“, berichtet der Grohnder Fährmann. Er wählte eine Belichtungsreihe mit unterschiedlich langen Belichtungszeiten und bearbeitete die Aufnahmen anschließend zu einem Bild mit hohem Dynamikumfang.

Den zweiten Preis erreichte Osman Muratoglu aus Hameln. Sein Foto zeigt die sich in der Weser spiegelnde Domäne Hagenohsen unter einem wolkenreichen Himmel. Dritter Sieger wurde Peter Kalliski. Der Bad Pyrmonter hielt die „Rapsblüte in Grohnde“ gekonnt im Bild fest. Eine „Schafherde an der Weser“ brachte Michael Mauritz aus Holtensen den Sonderpreis und 100 Euro für das beste Panoramafoto ein. Seine technisch gekonnte Umsetzung, aus mehreren Bildern ein perfektes Panorama zu erstellen, begeisterte die Jury.

Interessierte haben die Gelegenheit, die besten 20 Fotografien selbst in Augenschein zu nehmen. Zum einen werden sie im Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry ausgestellt. Hierzu hat das Museum in den niedersächsischen Sommerferien neben den normalen Wochenendöffnungszeiten auch an den Werktagen, außer montags, von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet. „Denn dann kann man in Ruhe und Muße nicht nur die Bilder, sondern auch die dortigen Exponate anschauen. Und es ist auch ein willkommener Anlass für Familien, mal einen Museumsbesuch zu machen. Die Kinder dürfen dort auch mal auf einem Mähdrescher oder Trecker Platz nehmen“, sagt Kulturbeauftragte Andrea Gerstenberger. Ab Ende Juli werden die Fotografien zudem im SB-Bereich der Sparkasse Weserbergland in Kirchohsen ausgestellt. Außerdem zieren einige der prämierten Fotos im nächsten Jahr den Emmerthaler Kalender und zeigen in Tourismusprospekten die Schönheiten der Gemeinde auf.

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