21.02.2011 Grohnder Weserbühne

"Die Bürgermeisterwahl"

Wahljahr startet mit Klamauk

Emmerthal (ubo). Das Lob fiel vielschichtig aus. Doch im Ergebnis waren sich die Besucher einig: „Eine sehr humorvolle Vorstellung. Wir haben viel gelacht. Besonders schön finden wir, dass jüngere und gestandene Schauspieler sehr harmonisch zusammen spielten. Die Oma hat uns mit ihrem Spiel am besten gefallen“, befanden Margarete und Horst Balzer. Und auch Ilse Niehoff und Ernst Liebig lobten die Vorstellung der Grohnder Weserbühne: „Das Mimenspiel und die Bewegungen der Schauspieler als Betrunkene oder als Schwuler waren sehr überzeugend.“ Die sehr humorvolle Inszenierung des Schwanks „Die Bürgermeisterwahl“ von Erich Koch unter der Regie von Lutz Engel begeisterte das Premierenpublikum im Emmerthaler Kulturprogramm mit deftigen Sprüchen und Respekt vor der Leistung der Schauspieler, die ihre Rollen mit Tiefe ausfüllten. Die Vorstellung war ausverkauft.

In der Handlung um die Wiederwahl des Bürgermeisters Otto Hansen jun. (Klaus Näke) bot eine vergnügliche Studie um große politische Bedeutung und häuslichem Pantoffel. So verstand es Ottos Ehefrau Emma (Angela Riedel) sehr selbstbewusst, den Bürgermeister, den „König von Emmerthal“, zu Hause zum „Zaunkönig“ zu machen, als sie erfährt, wo ihr Bürgermeister seine „Gemeinderatssitzungen“ verbringt. Angela Riedel und Klaus Näke füllten ihre Rollen mit großer mitreißender Spielfreude aus und warfen sich die schauspielerischen Bälle sehr gekonnt zu. Auch bei Otto Hansen sen., mit Tiefe ausgefüllt von Uwe Langhoff, hängt der Haussegen schief, als seine Frau Frieda, wunderbar gespielt von Kerstin Näke, ebenfalls erfährt, wo ihr Otto gemeinsam mit seinem Sohn war. Es kommt, wie es kommen muss: Die Ehemänner flüchten in die Kandidatur um das Bürgermeisteramt, die Frauen schmieden eine Gegenkandidatur. Situationskomik, genaue Pointen und Sprüche sorgten immer wieder für Spontanapplaus. Wer dieses vergnügliche Stück sehen möchte, hat am Freitag, 25. Februar, um 19 Uhr in der Grohnder Sporthalle die Gelegenheit. Die Vorstellung am Samstag ist ausverkauft.

Erschienen in der Dewezet am 21.02.2011

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