14.12.2010 Brigitte Wehrhahn

Mimik und Gestik überwinden manche Sprachbarriere

Emmerthal (fn). „Verstahst Düu meck?“ „Jau.“ „Dat moste däin Gesicht mal säggen, dat weit noch nix davon!“ Brigitte Wehrhahn hatte einen der wenigen Besucher ausgemacht, der nach der Pointe keine Miene verzog und ihr Platt wohl noch ins Hochdeutsche zu übersetzen versuchte. „Dütt und dat op platt“ hieß es im Emmerthaler Kulturprogramm im ausverkauften Kulturzentrum.

Den Weg auf die Bühne nahm die Eimbeckhäuser Kabarettistin bei ihrem Gastspiel durch ihr Publikum. Und dem „kürte se op platt“ ganze drei Stunden – bissig, aber auch frivol-frei aus der Seele. Wehrhahn nahm fast alles aufs Korn. Ob sie nun von der großen Politik oder von den ganz kleinen Geschichten vom Leben auf dem Lande erzählte, Brigitte Wehrhahn traf den Nerv ihrer Zuhörer – und deren Lachmuskeln. Von wegen nur „fusselig sabbeln“: Die „Spaßmakerin unnerhielt ehre Tohörers“ zudem mit ihrer Mimik und Gestik. Selbst die Folgen der Erderwärmung konnte sie eindrucksvoll auf der Bühne demonstrieren: Anhand einer Wäscheleine mit vielen „Slüppers“ – von der langen „Unnerbüx“ bis zum neumodischen Tanga aus dem Erotikshop. Der Auftritt der Kabarettistin bildete übrigens den Abschluss der Reihe „Zeit für Kultur in Emmerthal 2010“. „An 14 Veranstaltungen konnten wir dieses Jahr 2900 Besucher zählen“, zeigte sich die Kulturbeauftragte Andrea Gerstenberger sichtlich erfreut.

Erschienen in der Dewezet am 14.12.2010

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