11.02.2010 Kohlhaußen Konzert

Klassik in Noten und mit Anekdoten - Unterhaltsamer Nachmittag im Rathaus

Emmerthal (ll). Es war ein musikalischer Leckerbissen, den die Organisatoren des Emmerthaler Kulturprogramms bei der zweiten Veranstaltung dieses Jahres zu bieten hatten: Wolfgang und Thomas Kohlhaußen präsentierten im Emmerthaler Rathaussaal „Kleine Werke großer Meister“ – nicht ausschließlich für eingefleischte Freunde klassischer Musik, aber dafür unter den strengen Blicken der deutschen Bundespräsidenten, die von Bildern an den Wänden auf die Künstler schauten. Außerordentlich beeindruckend waren diese strengen Blicke jedoch nicht: Die Gebrüder Kohlhaußen gaben an Geige und Klavier ein Konzert, das viele heitere Momente zum Vorschein brachte. Und das lag vor allem an der Moderation des langjährigen Hamelners und heutigen Wahl-Münchners Wolfgang Kohlhaußen, der mit kleinen Geschichten und Anekdoten aus dem Leben der großen Meister die Pausen zwischen den kleinen Werken charmant füllte. So glaubt man kaum, dass der tschechische Virtuose Antonin Dvorák seine familiären Wurzeln in einem böhmischen Schlachthaus hat. Sonnenklar ist dem Emmerthaler Publikum nach diesem Konzert aber, dass es Zeiten gab, als man Geiger wütend in den Abgrund stoßen wollte. Abgründe taten sich im Emmerthaler Rathaus jedoch nicht auf: Mit Werken von Dvorák, Kreisler, Bloch und Paganini gab es Kompositionen hohen Anspruchs zu hören. Den Abschluss bildete der „Czardas“ von Vittorio Monti, der den beiden Kohlhaußens den langanhaltenden Applaus des Emmerthaler Publikums einbrachte.

Mit einem Theaterstück der Grohnder Weserbühne geht das Kulturprogramm am 6. März im Kulturzentrum in die nächste Runde.

Erschienen in der Dewezet am 11.02.2010

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